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Reisen mit der Bahn:
Der eigene Koffer auf der Überholspur
 

Unbedingt eine Begleitperson mitnehmen

Wer z.B. das Merkzeichen B oder BL im Schwerbehindertenausweis hat, kann ja kostenfrei eine Person zur Begleitung mitnehmen. Die Begleitperson kann die Tür aufhalten, bis man hindurch ist: Die Türen vieler Züge (vor allem die Zwischentüren) gehen so schnell zu. Ich wurde schon mal eingeklemmt.


Der eigene Koffer...

Und dann noch die wackelnden Bodenplatten zwischen den Waggons, die kann ich alleine kaum überqueren, da es nichts zum Festhalten gibt. Viele Türen, gehen durch Drücken oder Ziehen auf, mir fehlt die Kraft dazu.

Auszüge aus einem Interview mit einer Betroffenen.
Das Interview führte Brigitte Walser.
 

Die Reise mit Zeitpuffern planen

Zwischen Zug und Anschlusszug bleibt oft zu wenig Zeit zum Umsteigen. Manchmal ist es sinnvoll, direkt den übernächsten Anschlusszug zu wählen, um nicht in Stress zu geraten.


...

Genügend Rheuma-Medikamente mitnehmen

Ich habe mal erlebt, dass sich jemand im Tunnel vor den Zug warf. Der Zug konnte erst nach ca. 2 Stunden weiterfahren und wir bekamen die Anschlusszüge nicht. Ich kam erst mit dem letzten Zug spät nachts nach Hause.
Für solche Situationen: genügend Medikamente mitnehmen.

Den Mund aufmachen, wenn wir Hilfe benötigen.

Zum Beispiel Helfer (wie die Bahnhofsmission) frühzeitig auf die Druck- und Verletzungsgefahr unserer „Cortisonhaut“ hinweisen.

Gepäckabholung vor der Reise

Sollte man doch alleine reisen, so kann man sich das Gepäck vor Reiseantritt zuhause abholen lassen und bekommt es am Reisezielort zugestellt.


...auf der Überholspur

Handy und Trillerpfeife mitnehmen

In Notsituationen können wir mit der Trillerpfeife auf uns aufmerksam machen (oder auch belästigende Personen verschrecken).
Mit dem Handy kann Hilfe verständigt werden.
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