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Fibromyalgie

Komplexes Beschwerdebild

Die Fibromyalgie ist eine chro­nisch ver­laufende, nicht ent­zünd­liche Er­kran­kung. Man spricht auch vom Rheuma der Weich­teile. Sie äußert sich in starken Seh­nen- und Mus­kel­schmerzen, die meist ge­ne­ra­li­siert wahrgenommen wer­den. Die Schmerzen gehen unter an­de­rem mit Steifigkeit, schnel­ler Erschöpf­bar­keit, ve­ge­ta­tiven Beschwer­den sowie Schlafstörungen einher. La­bor- und Rönt­genunter­suchun­gen sind befundlos. Die Ursachen sind weitge­hend un­er­forscht. Gegen­über dem Fi­bro­myalgie-Syndrom beste­hen nach wie vor viele Vor­urteile - seitens der Be­trof­fe­nen aber auch seitens der Be­hand­ler. Die Di­ag­no­se wird oft auf Umwe­gen über Fehl­be­hand­lungen und Aus­schluss­diagnosen ge­stellt. Hilf­losigkeit der Behandler, man­gelnde Akzeptanz der Er­kran­kung sowie die Reduktion auf psychische Fakto­ren mün­den in eine Unsicherheit beim Patienten, die durch das Un­ver­ständnis des sozialen Um­felds oft verstärkt wird.

Medizinische Informationen

→ "Berichte/Vorträge"

Krankheitsgeschichten

→ Berichte/Vorträge

Interview mit E. Kühn (Landessprecherin Fibromy­al­gie)

Was hilft?

Die Behandlungsleitlinie em­pfiehlt multi­modale Behand­lungs­program­me, die mehr­stu­fig aufeinander aufbauen. Ne­ben der medikamen­tösen The­rapie werden physikali­sche Maßnahmen und bei Be­darf psychotherapeutische Ele­mente em­pfohlen, um die Schmerzkreis­läufe zu durch­brechen.

Eine nachgewiesen positive Wir­kung ha­ben aktivierende Maß­nah­men, bei­spiels­weise das Funktions­training (Be­we­gungs­therapie in Gruppen in Form von Was­ser- oder Tro­ckengymnastik).

Allein mit dem Problem?

Die Auswirkungen der Er­kran­kung auf den seelischen Be­reich, das fa­miliäre und wei­te­re soziale Umfeld und auf die Er­werbstätigkeit kön­nen oft ge­nau so schwer belasten wie die Krankheit selbst und im schlimmsten Fall zu Depres­sio­nen, Ängsten und Verein­sa­mung führen, was wiederum ei­ne Verstärkung der Schmer­zen zur Folge haben kann. Die Teilnahme an einer Ge­sprächs­gruppe stützt den Be­troffe­nen und stärkt seinen Glau­ben da­ran, mit der Er­kran­kung le­ben zu können. In diesem geschützten Rah­men lernen Menschen wieder zu la­chen, Spaß zu haben und neue Fä­hig­kei­ten zu ent­de­cken!

Ihre Ansprechpartnerinnen auf Landesebene

Landessprecherin:

E. Kühn

Stv. Landessprecherin:

A. Titze

Referat

Sondererkrankungsgruppen:

C. Rolender

Wissen aus Erfahrung

Die Gruppenleiter der Rheu­ma-Liga sind selbst von der Er­krankung be­troffen. Sie wer­den für ihre Aufga­be ge­schult. Von ihnen erhalten In­teressenten krankheits­be­zo­ge­ne In­formationen und Ad­res­sen von Anlauf- und Bera­tungs­stellen. Nicht zuletzt wis­sen die Gruppenleiter aus eigener Erfahrung, mit wel­chen Proble­men sich Neu­er­krankte aus­einander­setzen müs­sen.

Zusätzlich zu den Gruppen bieten wir folgende Hilfen an

Die Rheuma-Liga ist aktiv

  • Wir arbeiten an der Er­stel­lung und Über­arbeitung der Patienten­leitlinie Fi­bro­my­algie mit.
  • Wir führen Fortbildungen für un­sere Physiotherapeuten durch.
  • Wir informieren Ärzte und Be­handler mittels kostenloser → Broschüren.
  • Wir schulen unsere Gruppen­lei­ter, um un­seriöse Hei­lungs­ver­sprechen zu ver­hin­dern.
  • Wir führen eine Arzt- und Thera­peu­tenliste (zu erhalten über die → Ge­schäftsstelle).
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